Berichte

 

 

 

 

 

Die Hanauer Hütte verfügt seit dem Jahr 2008 über eine moderne Großküche und eine eigene Kapelle

 

 

Vielen Hanauern ist die Hanauer Hütte des Deutschen Alpenvereins  bereits bekannt. Dennoch gibt es noch einige, die noch nicht wissen, dass die Sektion Hanau des Deutschen Alpenvereins über eine Hütte in den Lechtaler Alpen in Tirol verfügt. Und dies nunmehr seit 111 Jahre.

Im vergangenen Jahr wurde bereits mit der kompletten Entkernung der alten Küche begonnen. Im diesem Frühjahr begannen die Bauarbeiten bereits am 20. Mai, obwohl um die Hütte noch mächtig viel Schnee lag. Dazu musste der Zufahrtsweg zur Talstation der Materialseilbahn von den Resten einzelner Lawinen geräumt werden. Die Bauarbeiten gestalten sich schwieriger als geplant. Der alte Fußboden wurde herausgerissen die Wände neu isoliert, ein neuer Fußboden und eine neue Decke eingebaut. Da die Hütte über keine direkte Zufahrt verfügt, sondern nur mit einer Materialseilbahn versorgt wird, wurde alles sperrige Baumaterial mit einem Lastenhubschrauber auf den Berg geflogen. Dank der zügigen und reibungslosen Zusammenarbeit aller am Bau beteiligten Firmen, konnte Ende Juni die Hanauer Hütte rechtzeitig zu Saisonbeginn, ihren Betrieb aufnehmen. Nun kann der Hüttenpächter Werner Kirschner seine Gäste wieder mit hausgemachten Tiroler Spezialitäten verwöhnen.

 

 

 

 

Von Werner Kirschner stammte auch die Idee, an der Hanauer Hütte eine Kapelle zu errichten. Beim DAV Hanau stieß er damit auf großes Interesse. Sofort fanden sich einige Sektionsmitglieder, alle bergbegeisterte Alpinisten, viele von ihnen aus dem Jossgrund, die beim Bau der Kapelle tatkräftige Unterstützungen leisteten. Nun entstand 50 m neben der Hanauer Hütte ein Ort der Besinnung und der Stille. Die ersten Besucher waren von dem kleinen Schmuckstück begeistert. Nun gibt es einen Ort der die Bergwanderer einlädt, einen Moment inne zu halten.

Die Kapelle wird am 12. Juli von Pfarrer Martin Schautzgy im Rahmen einer Bergmesse gesegnet, die zum Gedenken an die tödlich verunglückte Sylvia Neubauer stattfindet.

Stephan Pfeifer, Hüttenreferent der Hanauer Hütte, ist voll des Lobes über das Engagement aller Beteiligten: „Wir danken allen Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz, die dazu beigetragen haben, dass diese schöne Kapelle gebaut werden konnte.“ Für alle Helfer hat der Hüttenpächter Werner Kirschner im September ein Fest geplant.

 

 

 

 

 

 

 

 

110 Jahre Hanauer Hütte

 

Am 8. und 9. Juli 2007 feierte die Sektion das 110-jährige Bestehen der Hanauer Hütte.

 

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zu den Feierlichkeiten des Hüttenjubiläums. Bereits am Freitag reisten die ersten Gäste an, um gemeinsam einige schöne Stunden auf der Hanauer Hütte zu verbringen.

 

 

Unter anderem folgten zahlreiche Vertreter befreundeter oder benachbarter Sektionen der Einladung. Selbst der ehemalige Landrat Herrn Karl Eyerkaufer und die ehemalige Oberbürgermeisterin Frau Margret Härtel, beide eng mit der Hanauer Hütte verbunden, ließen es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

Das Präsidium des Deutschen Alpenvereins wurde vom Viezepräsident Herrn Ludwig Wucherpfenning und dem Bundesausschussvorsitzenden Herrn Nikolaus Adora, ehemaliger 1. Vorsitzender der Sektion Hanau, verteten.

Des Weiteren durften wir den Vertreter des Main-Kinzig-Kreises, Herrn Adolf Kreisel, den Stadtrat der Stadt Hanau, Herrn Günther Jochem und den Vertreter der Stadt Maintal Herrn Alexander Kühn als Gäste begrüßen. Alle sicherten uns in ihren Festansprachen eine weitere Unterstützung ihrer Gremien zu.

 

 

 

 

 

 

 

Selbstverständlich konnten wir auch die Bürgermeister der umliegenden Talorte, Vertreter des Tourismus und Abgesandte der benachbarten Hütten zur Feier begrüßen.

Ganz besondere Ehre wurde uns zu Teil, durch den Besuch des Vizepräsidenten des Deutschen Alpenvereins, Herrn Ludwig Wucherpfennig. In seiner Festansprache würdigte er die Arbeit und den Enthusiasmus der Gründerväter der Sektion Hanau. Ohne ihre in die Zukunft blickende Sichtweise für die Lage in dieser einmalig schönen Gegend, im Herzen der Lechtaler Alpen, und die unermüdlichen Anstrengungen bei den Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen, würde sich die Hanauer Hütte heute nicht in einer so prachtvollen Gestalt präsentieren.

Aber auch allen Verantwortlichen der Sektion, besonders aber den Hüttenwirten sprach er seinen Dank aus. Nur durch ihr Wirken wird aus einer einfachen Schutzhütte eine Unterkunft in der sich die Bergsteiger, Wanderer, Familien und Tagesgäste gleicherweise wohlfühlen. 

Nach den Begrüßungsworten und Festreden wurde dann bei Tiroler Spezialitäten und zünftiger Musik und Tanz bis spät in die Nacht gefeiert.

 

 

 

Am Sonntag fand eine gemeinsame Bergmesse unter Leitung Herrn Pfarrer Martin Schautzgy aus Elmen statt. Musikalisch begleitet wurde die Bergmesse von der Blaskapelle Häselgehr. Pfarrer Schautzgy ist über Jahre hinweg der Sektion und der Hanauer Hütte ein treuer Begleiter geworden. Zahlreich Gipfelkreuze wurden von ihm geweiht, und ebenso zahlreich wurden von ihm Berggottesdienste abgehalten. In seiner Predigt gedachte er der langen gemeinsamen Zeit.

Nach dem Gottesdienst ging es zum gemeinsamen Mittagessen zur Hütte. Anschließend konnte bei schönstem Sonnenschein die Feier in gemütlicher Runde ausklingen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte das Hüttenteam der Familie Kirschner. Selbst bei fast 250 Festgästen ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen und boten eine Menüfolge, die den Vergleich mit einem Hotel nicht zu scheuen braucht. Besonders die ruhige und besonnene Art von Werner Kirschner trug maßgeblich zum Gelingen der Feier bei. Auf diesem Weg ein besonderer Dank zur Mitwirkung an dieser gelungen Feier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückblick auf die Hüttensaison 2006

 

Die Hanauer Hütte überstand den, in manchen Regionen sehr schneereichen Winter, ohne größere Schäden. Allerdings hielt sich der Schnee eine lange Zeit. Deshalb musste bereits vor der Hüttenöffnung, der Zufahrtsweg im Angerletal, von den Resten der Lawinenkegel des Winters, befreit werden. Insgesamt war ein dreitägiger Baggereinsatz notwendig, um die bis zu 5 m hohe Lawine zu räumen.

 

Vom 24. Juni bis 1. Juli fand ein Arbeitseinsatz von Mitgliedern der Sektion Hanau im Deutschen Alpenverein an der Hanauer Hütte statt. Wie bereits in den Vorjahren, trafen sich fünf ehrenamtlich Helfer, für eine arbeitsreiche Woche, in den Lechtaler Alpen ein. Waren die Jahre zuvor von verschiedenen Maßnahmen an der Hanauer Hütte geprägt, wurde in diesem Jahr der Schwerpunkt in die Erhaltung des Hüttenzustieg gelegt. Denn es gehört zu den Aufgaben einer Alpenvereins-Sektion, in ihrem Arbeitsgebiet für die Wegesicherung zu sorgen.

 

 

Unterhalb der Hütte wurden an einer Holzbrücke, die im Winter eine Lawine beschädigte, der Brückenbelag und das Geländer erneuert. Für diese Arbeit musste mehr als 1,5 m³ Lärchenholz über eine Strecke von 30 Gehminuten zur Baustelle getragen werden. Insgesamt wurde dabei Holz und Arbeitsgeräte mit einem Gesamtgewicht von über einer Tonne transportiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Hüttenzustieg wurden 450 Pflanzen gesetzt und 20 kg Grassamen ausgebracht. Diese Arbeit muss immer wieder durchgeführt werden, da achtlose Zeitgenossen, die sich nicht an die markierten Wege halten, und in diesen sensiblen Bereich durch Wegabschneider für Bodenerosion sorgen.

 

 

 

Mitte Juli fand dann ein weiterer Arbeitseinsatz mit drei Mann statt, der sich ausschließlich mit dem Wegebau an den Übergängen aus dem Parzinn befassten. Unter anderm wurde am Gufelseejöchl, der vor drei Jahren neu eingerichtete Weg weiter verbessert. An der Hinteren Dremelscharte wurde ein Drahtseil angebracht, und an der Reichspitze wurden Vorbereitungen für den weiteren Ausbau des Klettersteigs vorgenommen.

 

Am 27. Juli schlug ein Blitz in die Hanauer Hütte ein, und beschädigte die meisten Elektrogeräte im westlichen Bereich der Hütte. Vor allen in der Küche und dem Keller richtete der Blitz einigen Schaden an. Das Gewitter kündigte sich recht kurzfristig an, und kurz Zeit nach dem Blitzeinschlag schien bereits wieder die Sonne.

 

 

 

Vom 31. Juli bis 5. August fand eine Familien Sektionsfahrt zur Hanauer Hütte statt. Insgesamt nahmen 16 Erwachsene und 14 Kinder an der Fahrt teil. Am Anfang der Woche verwöhnte noch die Sonne die Teilnehmer, doch auch als es zu einem Wettersturz, mit Schnee bis auf 1500 m hinunter, kam, ließen es sich die Teilnehmer nicht die Laune verderben. Gemeinsam ging es zur Runde um die Dremelspitze. In der Steinseehütte konnte sich erst noch aufgewärmt werden, bevor es über die Vordere Dremelscharte wieder zur Hanauer Hütte zurückging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Familienfahrt wurde auch eine Umweltbaustelle am Hüttenaufstieg eingerichtet. Mit großer Begeisterung gingen die Kinder an die Arbeit und füllten ausgespülte Rinnen auf dem Weg wieder mit Schotter. An mehreren Stellen

mussten, um das Wasser vom Weg abzuleiten, Stufen eingebaut.

 

 

 

Anschließend ging es mit allen „kleinen Arbeitern“ zum

Klettern an die Kletterblocke beim Wassereinlaufbecken. Zum Abschluss bekamen alle eine Urkunde für die geleistete Arbeit beim Wegebau überreicht.  

          

 

Die zurückliegende Hüttensaison war recht zufriedenstellend, wäre nicht wieder der August, der für einen Wintereinbruch mitten im Hochsommer sorgte. Dennoch übernachteten fast 4.000 Besucher auf der Hanauer Hütte. Erfreulich ist der weitere Anstieg des Anteils von Familien die die Hütte besuchen.

Somit kann man zufrieden, mit der diesjährigen Hüttensaison, sein. Bleibt nur zu hoffen dass die nächste Saison ein besseres Wetter bereithält, und wieder mehr Sektionsmitglieder „ihre Hanauer Hütte“ besuchen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Hanauer Hütte im Jahr 2005

 

Die vergangene Hüttensaison litt unter dem schlechten Wetter, besonders die Wochenenden waren immer besonders betroffen. Selbst der August überraschte mit einem Wintereinbruch und Schnee bis auf 1500 m hinunter. Zu allem Übel kam es Ende August nach dreitägigen Dauerregen zu mehreren Murrenabgängen im Hüttengebiet. Zum Glück kam die Hanauer Hütte mit einem blauen Auge davon.

 

Doch nun der Reihe nach.

 

Schon vor der Hütteneröffnung liefen die Planungen für einen Neubau der Brücke

über den Angerlebach kurz vor der Talstation der Materialseilbahn. Seit einigen Jahren lagerten einige Stahlträger am Ortsausgang von Boden. Nachdem die Agrargemeinschaft Boden als Eigentümer der Träger ermittelt werden konnte, wurde mit ihnen eine Übernahme der Träger für den Brückenneubau erzielt. Auch wurde der Transport zum Verwendungsort mit Hilfe der Agrargemeinschaft durchgeführt. Nach einer Anfrage beim Bürgermeister Huber, wurde uns die Unterstützung durch zwei Gemeindearbeiter beim Bau der Brücke, zugesichert. Nun lief die genauere Planung der Brücke von Hanau aus über Klaus Friedl, seines Zeichen Gemeindearbeiter und Vizebürgermeister. Dies sollte sich als waren Glücksgriff herausstellen. Denn er erwies sich als ein erfahrener und kompetenter Handwerker, ohne denn es sicher nicht so leicht gewesen wäre diese Projekt zu realisieren. Das Holz für den Brückenbelag wurde mit Hilfe der Stadtgemeinde Imst über das Hahntennjoch ins Angerletal transportiert. Auch hier sollte die unbürokratische Hilfe der Stadtgemeinde Imst, die uns von Herrn Bürgermeister Reheis zugesichert wurde, nicht unerwähnt bleiben.

Binnen drei Tage konnte die alte Brücke entfernt, und die neue errichtet werden.

Nachdem die Brücke fertig war, konnte nun mit der Versorgung der Hütte begonnen werden. Somit stand der Hütteneröffnung nichts mehr im Wege.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 25. Juni bis zu 2. Juli fand ein Arbeitseinsatz an der Hütte statt. Mit sechs Bergfreunden ging es an die Arbeiten in und um der Hütte. Ingesamt wurde vom Arbeitseinsatzteam, in den sieben Tagen des Einsatzes, ca. 378 Arbeitsstunden geleistet.

Der Zustiegsweg zur Hütte wurde wie jedes Jahr von losem Geröll befreit. Außerdem wurden Wasserrinnen eingebaut, um die darunter liegenden Stufen vor einem nochmaligen Verschütten zu schützen. Der Weg zur hinteren Dremelscharte war im Bereich unterhalb des Klettergartens stark von Wasserrinnen unterbrochen. Hier wurden die Rinnen verfüllt und die Wegführung etwas geändert um eine weitere Schädigung des Weges zu verhindern.

 

An der Hütte wurden weitere Arbeiten durchgeführt, diese alle zu erwähnen, würde zu weit führen. Dennoch sei auf einige Arbeiten hingewiesen.

 

Im Eingangsbereich der Hütte wurde ein Spiele- und Bücherschrank eingebaut, damit wurde nun ein Behältnis geschaffen, welches den Eingangsbereich auch optisch weiter aufwertet.

 

Im Seilbahngebäude wurde durch Abtrennung, mittels eines Lattenverschlags, ein Materiallager eingerichtet. Darin wurden die Arbeitsgeräte für den Wegebau eingelagert. Aber auch das benötigte Klettermaterial, z. B. für Kurse, kann nun in verschließbaren Behältnissen, vor Witterungseinflüssen geschützt, dort gelagert werden.

 

Am Eingang zum Winterraum wurden Natursteinplatten und ein Fußgitterrost verlegt, um zu verhindern, dass zuviel Schmutz in den Winterraum getragen wird.

 

Für den Sandkasten wurde 525 kg Sand besorgt. Die Spielgeräte wurden überprüft und sofern es erforderlich war, überarbeitet, oder wieder instand gesetzt.

 

Am 23. August meldete der Rundfunk, dass Teile von Garmisch nach Dauerregen überschwemmt seien. Daraufhin  rief ich bei Werner auf der Hütte an. Er berichtete, dass er die letzten Stunden immer wieder nach dem Kraftwerk sehen musste. Denn trotz der Unmengen an Regenwasser blieb das Kraftwerk immer wieder stehen, da sich dass Gitter des Einlaufbeckens, mit angeschwemmten Gras und Moos zusetzte. Er erzählte mir von den andauernden Regenfällen, und dass er auf einmal Bachläufe vorfinden würden, wo vorher noch nie Wasser entlanglief. Auf den flacheren Boden im Parzinn würde überall aus den Grasböden Wasser hervorsprudeln. Er vermutete auch, dass der Zufahrtsweg zwischen der Angerlealm und der Talstation verschüttet sei, er könnte es aber noch nicht erkennen, da die Wolken und der dichte Regen, einen Blick ins Tal nicht zulassen würde. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem Anruf bei Klaus Friedl in Boden erfuhr ich, dass die Gemeinden Bschlabs, Boden und Pfafflar von der Außenwelt abgeschnitten seien. Zwischen Pfafflar und Boden ging eine Mure ab, und ergoss sich bis nach Boden herunter.

An der Kirchhofmauer kam sie erst zum stehen, aber sie ergoss sich auch über Felder und einige sich darauf befindliche Stadel, und begrub das Feld unter einer meterhohen Schlammschicht. Die Straße hinunter nach Bschlabs und weiter ins Lechtal ist durch mehrere Muren versperrt. Die Stromversorgung sowie das Telefonnetz seien unterbrochen. Die Anwohner hätten, sobald es ging, mit der Freilegung der Fahrstraße angefangen. Dennoch sollte es noch Wochen und ein Vieles an Arbeitsstunden dauern bis wieder normale Verhältnisse herrschten.

 

Sobald es Klaus Friedl möglich war, ging er ins Angerletal um sich vom Zustand des Weges, ein Bild zu machen.

Schon beim ersten Wasserdurchlass hinter der Angerlealm war der Weg weggespült und die Rohre lagen frei gespült quer zum Weg. Je weiter er ins Angerletal vorankam, desto mehr häuften sich die Stellen wo das Wasser den Weg zerstörte. Teilweise war der Weg auf einer Länge von 30 Metern über einen Meter tief ausgespült.

 

 

 

 

Nachdem die gröbsten Arbeiten an den Zufahrtstraßen nach Boden und Pfafflar beseitigt waren, wurde ein Radlader ins Angerletal geschickt. Zu diesem Zeitpunkt war es extrem schwierig überhaupt einen Bagger oder einen Radlader zu bekommen. Zu groß waren die Schäden in Tirol oder im Vorarlberg. Auch hier konnten wir auf die gute Mithilfe von Klaus Friedl setzen, der trotz der Lage in Boden, sich für die Sektion einsetzte. Somit konnte der Zufahrtsweg bereits nach einer Woche wieder herrichten werden, um wieder eine Versorgung der Hanauer Hütte zu gewährleisten.

 

Die restlichen Aufräumarbeiten in Boden und Pfafflar dauerten noch mehrere Wochen an.

An einem Wochenende waren 50 Mann des Österreichischen Bundesheers und 20 Feuerwehrleute aus Oberösterreich zu einem Arbeitseinsatz in Boden stationiert. Mit ihrer Hilfe wurden die Felder in mühevoller Handarbeit vom Schlamm befreit.

 

Als wir Ende September zu unserm letzten Arbeitseinsatz nach Boden kamen, zeugten nur noch kleine Spuren von diesem verheerenden Unglück. Bei diesem, letzen, Arbeitseinsatz wurde der Winterraum für die nun bald beginnende Wintersaison hergerichtet. Es wurde ein Hängeschrank für das Geschirr eingebaut und ein Vorhang zwischen Aufenthaltsraum und Schlafraum angebracht. Nun sollten alle Wünsche der Winterraumbesucher erfüllt sein. Und wir hoffen, dass sich dieser Raum, der sich langsam zu einem kleinen Schmuckstück gemausert hat, von vielen Bergfreunden genutzt wird.

 

 

Am 24. September fand eine Bergmesse mit großer Beteiligung der einheimischen Bevölkerung statt. Bei herrlichstem Sonnenschein zelebrierte Pfarrer Schautzky den Gottesdienst. Am Abend wurde der Hüttenabschluss in gemütlicher Runde gefeiert.

 

 

 

 

Das Jahr 2005 stellte sich als eines der schwächsten heraus. Insgesamt übernachteten nur 3246 Gäste auf der Hanauer Hütte. Der Sommer 2005 war leider zu unbeständig. Besonders der August machte als Sommermonat seinem Namen keine Ehre. Am 8. August sank die Schneefallgrenze auf unter 1500 m. Für die Kinder war es zwar ein schönes Erlebnis, abends um halb zehn noch im Hellen einen Schneemann zu bauen. Für das Hüttenteam ist es aber einfach nur frustrierend, vergeblich auf Gäste zu warten.

 

Einen Herzlichen Dank gebührt den Teilnehmern der Arbeitseinsätze!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright 2006 by DAV Sektion Hanau